Ihre Praxis für Physiotherapie in Lahr  //  Säuglinge/Frühgeborene, Kinder und Erwachsene  
Behandlungen nach Bobath
Was ist Bobath - was sind die Behandlungsziele?
Bobath ist ein physiotherapeutisches Therapie-Konzept auf neurophysiologischer Grundlage. Es findet Anwendung für
die Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit zerebralen Bewegungsstörungen, sensomotorischen Störungen und neuromuskulären Erkrankungen wie Schlaganfall, multipler Sklerose, intrazerebraler Blutung,
Schädel-Hirn-Trauma, Erkrankungen des Rückenmarks, Enzephalitis, Hirntumoren, Morbus Parkinson und peripheren Nervenschädigungen.

Diese spezielle Form der physiotherapeutischen Behandlung wurde vor rund 70 Jahren von dem Ehepaar Berta Bobath (Krankengymnastin) und Karel Bobath (Neurologe) entwickelt. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu einer stetigen
Weiterentwicklung des Bobath-Konzeptes, wodurch sich diese Therapie als ein fester Bestandteil in der Physiotherapie etabliert hat.

Bobath für Kinder
Die Kinder-Bobath-Therapie hat die Aufgabe, Kinder mit neurologischen Auffälligkeiten zu behandeln.

In der Therapie wird versucht, mit gezielten Maßnahmen, die Eigenregulation des Kindes in Bezug auf Haltung und Bewegung zu unterstützen. Dabei ist es das erklärte Ziel des Konzeptes, das Kind zunächst in seinen Fähigkeiten zu
erkennen und seine Kompetenzen zu entdecken. Voraussetzung hierfür ist ein adäquater, neurophysiologischer Befund,
der die Basis für jedes weitere Vorgehen bildet.

In unserer Praxis wird das Bobath-Konzept für Kinder auf vielfältige Weise eingesetzt. Wir behandeln Kinder aller Altersstufen (v.a. Säuglinge und Kleinkinder) nach Bobath. Die Therapie wird nach Absprache mit den Eltern an die jeweilige häusliche Umgebung angepasst, so dass die Eltern ein genau auf Ihr Kind zugeschnittenes Übungsprogramm erhalten. Sie sollen somit Co-Therapeuten für ihr Kind sein, die von unseren auf Bobath spezialisierten Physiotherapeutinnen immer wieder angeleitet werden.

Bobath wird aber auch in Kombination mit anderen Therapien zum Einsatz gebracht. Dazu gehört die sensorische
Integration genauso wie die manuelle Therapie und auch Vojta. Am Ende steht das Erreichen einer größtmöglichen
Selbstständigkeit, bei der sowohl die funktionellen Fähigkeiten des Kindes differenziert, als auch dessen Handlungs-kompetenzen erweitert werden sollen.

Bobath für Erwachsene
Zunächst wurden nur Säuglinge und Kinder mit angeborenen Bewegungsstörungen (Kinder mit Zerebralparese)
„nach Bobath“ behandelt. Vor etwa 50 Jahren wurde das Konzept auf die Pflege und Therapie erwachsener Patienten
mit Bewegungsstörung infolge einer neurologischen Erkrankung ausgedehnt.

Patienten mit Hirnschäden und zentralen Lähmungen galten noch vor einigen Jahren als kaum heilbare Pflegefälle.
Durch gezielte pflegerische und therapeutische Maßnahmen können sie heute durchaus erfolgreich rehabilitiert werden.

Neurologische Krankheitsbilder von Erwachsenen, bei der das Bobath-Konzept am häufigsten angewandt wird, sind
z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfälle, Halbseitenlähmungen, Multiple Sklerose, M. Parkinson, Gehirnblutungen.

Ziele der Bobath-Behandlungen von Erwachsenen

Das Bobath-Konzept strebt einen Lernprozess des Patienten an, um ihm die Kontrolle über den Muskeltonus und die verlorenen Bewegungsfunktionen wiederzugeben. Dieser Lernprozess basiert auf der lebenslangen Lernfähigkeit des
Gehirns durch ständige Umorganisation der Zusammenarbeit der Nervenzellen untereinander und der unvollständigen Nutzung der Nervenzellen des Gehirns (Plastizität). Das "Ergebnis" dieses angestrebten Lernprozesses ist die Bahnung
von Funktionen auf der Ebene der Nervenzellen im Gehirn durch die Aktivierung vorhandener Synapsen (Verbindungen zwischen Nervenzellen) bzw. die Bildung neuer synaptischer Verbindungen zwischen den Nervenzellen.

Konkrete Behandlungsziele sind z. B.:
Koordinationsverbesserung der gelähmten Seite mit der gesunden Seite
Wiedererlernen verloren gegangener Bewegungsfähigkeiten
Hemmung von Spastik und abnormer Haltungs- und Bewegungsmuster
Schulung der Körperwahrnehmung, der Körpermitte
Verhindern und Reduzieren von Schmerzen und Kontrakturen
Verbesserung von der Eigenaktivität und Selbstständigkeit im Alltag

Mit dem Bobath-Konzept soll, im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, keine notdürftige Kompensation der Lähmungen, sondern das Wiedererlernen normaler Bewegungsfähigkeiten erreicht werden. Durch intensive Mitarbeit
des Patienten soll dieser seinen Alltag wieder möglichst selbstständig gestalten können. Dauernde Pflegebedürftigkeit, Abhängigkeit von fremder Hilfe und Unterbringung im Pflegeheim kann so in vielen Fällen vermieden werden.
 
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